AUTO UNION

Audi 1939

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ER FLIEGT AUF RÄDERN

Das Rückgrat des Audi-Fahrgestells bildet der elektrisch geschweißte Kastenrahmen, der unbedingt fest und verwindungsfrei ist. Die Vorderräder sind — unabhängig voneinander federnd — einzeln aufgehängt, wobei eine untenliegende starke Querfeder mit je zwei Querlenkern — von denen der obere als hydraulischer Stoßdämpfer ausgebildet wurde — kombiniert ist. Diese beiden Querlenker gewährleisten exakte Radführung und sind ein wichtiger Sicherheitsfaktor der Achskonstruktion. Ohne Spurveränderung — und deshalb reifenschonend — laufen die Hinterräder, gleichfalls durch kräftige hydraulische Stoßdämpfer abgefangen. Die Hinterachse trägt eine hochliegende Querfeder, die in sinnvoller Verbindung mit der vorderen Einzelradaufhängung das bewährte System der Wagenkörper-Aufhängung »Schwebeachse« ergibt. Die Längsneigungsachse des Wagens, deren Lage durch die Führung und Federung der Räder bestimmt wird, geht hierbei annähernd durch den Schwerpunkt. Jede durch die Fliehkraft angestrebte Seitenneigung wird deshalb bereits dort abgebremst, wo sie ihren Ausgang findet — eine Hebelkraft somit nahezu ausgeschaltet. Ohne Schwankungen und Überneigen der Karosserie nimmt der Audi ruhig und sicher die schärfsten Kurven. Immer bleiben die Räder, auch bei schneller Kurvenfahrt und schlechten, unebenen Straßen, spursicher am Boden haften

Mit solcher Kraftreserve steigt der Audi! Bergsteigfähigkeit im 1. Gang 41%, steilste Straße Europas: Katschberg, nur 33%.